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FARBMANIPULATIONEN

Farbfehldrucke gibt es beim modernen Briefmarkendruck selten. Die technologischen Abläufe des Briefmarkendrucks einschließlich des Einsatzes der vorgesehenen Farben sind standardisiert und unterliegen strengen Kontrollen, so dass die versehentliche Verwendung einer „falschen“ Farbe so gut wie ausgeschlossen ist.

 

Die verwendeten Farben müssen hohe Standards erfüllen. Einer dieser Standards ist die Lichtechtheit, die durch Tests ermittelt wird.

 

Die seinerzeit beim Briefmarkendruck in der DDR verwendeten Farben erfüllten den Standard der Lichtechtheit nur bedingt, wie an den folgenden Beispielen gezeigt wird.

 

MiNr. 221

 

Die linke Marke farblich im Originalzustand. Die grüngelblichen Marken sind Verfälschungen durch Lichteinfluss. Die rechte Marke mit Farbverfälschungen ins Bläuliche sind chemische Verfälschungen.

 

MiNr. 464 A

 

Die linke Marke im Originalzustand. Die rechte bläuliche Marke ist eine Farbverfälschung verursacht durch Licht.

 

 

MiNr. 1093

 

Die linke Marke ist farblich im Originalzustand. Die rechte Marke ist eine Farbverfälschung durch Licht. Bei der mittleren Marke sind die Farbrandbereiche noch grün.

 

 

 

 

Der obere Kleinbogen farblich im Originalzustand. Der untere Kleinbogen farblich nicht mehr im Originalzustand. Am deutlichsten bei der Farbe Rot nachweisbar. Die beim unteren Kleinbogen ins Lila geht. Ursache ist die Zersetzung des Gelbanteils in der Farbe. Der Gelbanteil ist auch bei den anderen Farben des unteren Kleinbogens zersetzt, was aber nicht so deutlich sichtbar ist. Analysen im Labor der Druckerei Giesecke & Devrient in Leipzig haben den Nachweis erbracht.

 

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Juli 2016

 

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