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News

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2018/I

Sensation in der DDR- Philatelie

 

Ihr erster Gedanke ist vielleicht, jetzt übertreibt das Prüfbüro aber gewaltig. Nachfolgende Ausführungen werden Sie vielleicht vom Gegenteil überzeugen. In der Philatelie wird mit dem Begriff „Sensation“ sehr sparsam umgegangen. Als Sensation fällt dem Schreiber aus der jüngeren Vergangenheit als Beispiel die Neuentdeckung eines Ersttagsbriefes bei dem altdeutschen Sammelgebiet Preußen ein. Der Ausgabetag der ersten Preußenmarken war der 15. November 1850. Aber Sensation in der DDR- Philatelie?

 

Im September 2017 erhielt das Prüfbüro einen Anruf. Der Anrufer sei sich sicher, einen kompletten Schalterbogen der MiNr. 439 aIIg XI zu besitzen. Natürlich hat das Prüfbüro seine Zweifel geäußert und auf die „b-Variante“ hingewiesen, von der es noch reichlich Bogenmaterial gibt. Zum zweiten hat nach Forschungsstand seit 1954 kein Prüfer je einen kompletten Bogen der „Urdruckmarke“ bestätigt. Es galt die These, dass kein Bogen erhalten geblieben ist. Als der komplette Bogen dem Prüfbüro vorlag war das Erstaunen groß, dass die Prüfmethoden mit denen die MiNr. 439 aIIg XI als Einzelmarke, kleinen Einheiten, gestempelt und auf Brief geprüft wird, sämtlich die Echtheit bestätigte. Jetzt entstand die Frage, ob die Prüfmethoden auch bei einem kompletten Schalterbogen „greifen“ und ausreichen. Diese Frage wurde mit nein beantwortet. Es wurden weitere Methoden der Echtheitsbestätigung erarbeitet. Das Ergebnis war: der Schalterbogen ist ECHT und wurde mit Attest geprüft.

 

Abb.1:Abbildung des Bogens

 

Wie ist der Bogen innerhalb der DDR- Philatelie einzuordnen? Es ist nach Einschätzung des Prüfbüros das „Flaggschiff“ der DDR- Philatelie. Ein Kulturgutstück und sollte als Ganzes erhalten bleiben und gehört ins Museum. Zur Geschichte des Bogens seit 1954 kann nichts gesagt werden.
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