•  

  •  

  •  

  •  

  •  

  •  

  •  

  •  

News

Die Beiträge werden in jedem Jahr Quartalsweise abgespeichert und können durch anklicken geöffnet werden.

 

2015/I    2015/II   2015/III   2015/IV  
2016/I   2016/II 2016/III 2016/IV 
2017/I   2017/II  2017/III 2017/IV 
2018/I   2018/II 2018/III 2018/IV
2019/I   2019/II2019/III 2019/IV

 

2015/II

Wie selten ist MiNr. 435 g YI in den Erhaltungsformen postfrisch und mit Bedarfsabstempelungen/ Gefälligkeitsabstempelungen?

 

Ein Blick in den aktuellen MICHEL-Deutschland-Spezial 2015 weist in beiden Erhaltungsformen den Platzhalter -,- aus. Im Einführungsteil des MICHEL- Deutschland- Spezialkatalog wird zu -,- ausgeführt: „Die Bezeichnung „-,-„ innerhalb der Preisspalten besagt: Diese Marke gibt es, eine Notierung ist jedoch nicht möglich, weil Bewertungsunterlagen fehlen. Dies muss nicht zwangsläufig bedeuten, dass die Marke sehr teuer ist. Ist weder „-,-„ noch ein Preis eingesetzt, gibt es diese Marke nicht bzw. wurde sie noch nicht vorgelegt“.

 

In zwanzigjähriger Prüftätigkeit konnten erst 3 Marken bestätigt werden. Im Februar 2015 die zweite Marke MiNr. 435 g YI mit prüfbarem Stempelabdruck, die auch die Qualitätsansprüche einwandfrei für (vermutlich) eine Marke aus dem Bedarf erfüllt.

 

Abb. 1

 

Bekanntlich wird in der Arge „DDR-Spezial“ ein Seltenheitsregister geführt. Dort ist nach Auskunft von Herrn Biebaß bisher nur eine Marke mit nicht prüfbarem Stempelabdruck registriert. Auch bei einem Versandhändler, der seit über 20 Jahren ein Seltenheitsregister zu DDR-Marken führt, war kein Eintrag vorhanden. Die erste Prüfvorlage stammt aus dem Jahr 2007. Wer findet das nächste Exemplar? Bei postfrisch bleibt es weiterhin bei „noch nicht gesehen“.

 

MiNr. 512 XI postfrisch

Im Jahr 2012 wurde MiNr. 512 XI auf FDC (die Vorlage stammte aus den USA!) geprüft. Es war eine Neuentdeckung! Danach wurde bis Ende 2014 lediglich nur eine ungebrauchte Marke mit Mängeln geprüft. Im Januar 2015 lag erstmals eine postfrische Marke zur Prüfung vor, der die Qualitätsstufe einwandfrei zuerkannt werden konnte.

 

Abb. 2

 

ZKD MiNr. 13/1109 in gestempelter Erhaltung

Aus dem Dienstpostbereich „Zentraler Kurierdienst“ gibt es ebenfalls eine Neuentdeckung zu vermelden. Die MiNr. 13 ist dabei immer wieder ein „Kandidat“, denn ein Blick in den MICHEL-Deutschland-Spezial zeigt, dass hier noch etliche „weiße Flecke“ eventuell getilgt werden können. Obwohl bei dem Prüfstück in der Qualität bei der Zähnung Abstriche zu machen sind, ist die Neuentdeckung bildseitig durch den sauberen Stempelabdruck durchaus ein Blickfang. Die Entwertung erfolgte durch den ZKD-Stempel STADTRODA c 25.6.57.-17.

 

Abb. 3

 

KgU MiNr. 4 Maschinenprobe

Im Gebiet der Propagandafälschungen (KgU) wurden ja vor einigen Jahren neben ungezähnten Marken teil- ungezähnte Marken bekannt. Diese stammten aus dem Nachlass des seinerzeitigen Druckers in der herstellenden Druckerei in Westberlin. Nun kann ein Bogen vorgestellt werden, der schon Herrn Weigelt BPP im Jahr 1993 zur Prüfung vorlag und als Probedruck attestiert wurde. Grundlage für die Attestierung war die zweifelsfreie Verwendung der Originalklischees. Es wurde kein Probedruck erneut bestätigt, sondern die Prüfvorlage wurde als Maschinenprobe eingestuft. Warum? Probedrucke werden, wenn das Klischee bestätigt ist, auf dem vorgesehenen (Briefmarken)papier gedruckt, um die Originalbildwirkung beurteilen zu können. Das verwendete sehr graue Kartonpapier lässt diese Beurteilung nicht zu.

 

Abb. 4

 

KgU MiNr. 8 Ur

KgU gleich noch einmal. Innerhalb eines Prüfauftrages von einem deutschen Auktionshaus war diese Prüfvorlage enthalten. Sie ist signiert SCHLEGEL, wie viele Marken dieses Teilgebietes der DDR-Philatelie. Ist aber vermutlich nie dem MICHEL Deutschland-Spezial gemeldet worden, was jetzt nachgeholt wird.

 

Abb. 5

 

DEBRIA 1950 in Leipzig

Der aufmerksame Sammler, der im Besitz des aktuellen MICHEL Deutschland- Spezial 2015 ist, wird bemerkt haben, dass bei MiNr. 273 sämtliche Anmerkungen zu den Farben „b“ und „c“ „gedruckt auf der DEBRIA“ gestrichen sind. Was ist der Hintergrund dieser Entscheidung? Es wurden nie Marken der 12 Pf-Wertstufe Kupferschieferbergbau auf der DEBRIA zu Anschauungszwecken gedruckt, wie die Akten des ehemaligen Ministeriums für Post und Fernmeldewesen (MPF) beweisen. Dort ist nachzulesen, dass Marken der Dauerausgabe „Wilhelm Pieck“ zu Anschauungszwecken gedruckt und die weiteren Arbeitsschritte bis zur Konfektionierung in Bogentaschen gezeigt wurden. Die DEBRIA-Drucke der „Pieck- Marken“ sind nach Forschungsstand nicht von den Drucken in der Wertpapier-Druckerei unterscheidbar.

 

zurück
Top